VDI 6023 und TrinkwV 2001

Die oberste gesetzliche Anforderung ist der Schutz von Leben und Gesundheit

HydroExpert ist ein zertifiziertes Fachunternehmen nach VDI 6023 und zugelassener und qualifizierter Probenehmer gemäß § 15 TrinkwV. Wir bieten die Komplettlösung – von der Planung, der Errichtung und der Inbetriebnahme bis hin zum Betrieb und der Instandhaltung Ihrer Trinkwasser-Installation.

Mit der umfänglichen Anwendung der VDI 6023 wird der hygienisch einwandfreie Zustand Ihres Trinkwassers sichergestellt und sowohl mittelbare als auch unmittelbare Gesundheitsrisiken deutlich minimiert.

Fordern Sie uns an, wenn Sie Fragen rund um Ihre Trinkwasser-Installation haben!

Die Trinkwasserverordnung „TrinkwV 2001“ basiert auf dem deutschen Infektionsschutzgesetz (IfSG) und der EG-Trinkwasserrichtlinie und dient dem Schutz und der Verbesserung des Trinkwassers für den menschlichen Gebrauch. Die Verordnung regelt die Beschaffenheit des Trinkwassers, die Aufbereitung des Wassers, die Pflichten der Wasserversorger sowie die Überwachung des Trinkwassers.

Trinkwasser unterliegt strengen mikrobiologischen und chemischen Qualitätskriterien, die von der Wassergewinnung bis zum Zapfhahn des Verbrauchers eingehalten werden müssen.

Zur Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs Ihrer Trinkwasseranlagen müssen deshalb die Grenzwerte und Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV, Anlagen 1 bis 3) eingehalten und regelmäßig überprüft werden (TrinkwV § 19 Nummer 5).

Der Unternehmer und sonstige Inhaber, also die Betreiber einer Trinkwasser-Installation, haben eine hohe Verantwortung.

Risiken können z. B. entstehen, wenn sich in Trinkwasser-Installationen Mikroorganismen oder auch Krankheitserreger auf organischen Oberflächen, in Biofilmen oder in Stagnationswasser ansammeln und sich dort bei günstigen Temperatur- und Strömungsverhältnissen rasant vermehren. Ein weiteres Risiko kann von chemischen Parametern ausgehen. Werden zum Beispiel Metallionen aus Materialien der Trinkwasser-Installation herausgelöst (z. B. Kupfer), kann deren Konzentration die Trinkwasserqualität beeinträchtigen und Grenzwerte übersteigen.

Die VDI-Richtlinie 6023 ist eine anerkannte technische Regel des DVGW. Sie gibt unter hygienischen Gesichtspunkten Hinweise für die Planung, Errichtung, Inbetriebnahme, Nutzung, Betriebsweise und Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen.

Bei der Planung einer Trinkwasser-Installation werden anhand einer Nutzungsbeschreibung sowie eines Anlagenkonzeptes bereits frühzeitig wichtige Grundsteine für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlage gelegt. Weiterhin werden Trinkwasserleitungen dimensioniert und die Rohrleitungsführung im Hinblick auf Temperatur- und Strömungsverhältnisse festgelegt. Bereits in der Planung sind Voraussetzungen für die Probenahme, die Inspektion, Wartung und Instandhaltung sowie für Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten zu berücksichtigen.

Bei der Errichtung von Trinkwasseranlagen kommt es auf Sauberkeit und den einwandfreien Zustand der Bauteile an, um einen eventuellen Eintrag von Verschmutzungen zu vermeiden. Die Bauteile und fertiggestellte Anlagenkomponenten werden daher an offenen Anschlussstellen von der Herstellung bis zur Inbetriebnahme gegen Fremdkörpereintrag sachgemäß geschützt.

Bei der Inbetriebnahme werden anhand von Dichtigkeitsprüfungen und Hygiene-Erstinspektionen durch VDI 6023-zertifiziertes Fachpersonal abschließende Untersuchungen durchgeführt, bevor die Trinkwasser-Installation für den bestimmungsgemäßen Betrieb übergeben wird. Wichtig zu beachten ist, dass das Befüllen der Trinkwasser-Installation nur zulässig ist, wenn der bestimmungsgemäße Betrieb spätestens 72 Stunden nach dem Befüllen – also der Inbetriebnahme – beginnt. Die Regel „Spülen – Desinfizieren – Inbetriebnahme“ muss in jedem Fall berücksichtigt werden.

Ist nach der Befüllung durch das Fachunternehmen der Nachweis einer einwandfreien Trinkwasserbeschaffenheit erbracht, geht die Verantwortung für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasser-Installation auf den Unternehmer und sonstige Inhaber über.

Gemäß VDI 6023 hat der Betreiber den bestimmungsgemäßen Betrieb durch regelmäßige, sachkundige Instandhaltung sicherzustellen und muss sämtliche Risiken, die aus dem Betrieb der Trinkwasser-Installation resultieren können, unter Berücksichtigung seiner Organisationsverantwortung und Verkehrssicherungspflicht, ausschließen.

Eine Betriebsunterbrechung von mehr als 72 Stunden ist dringend zu vermeiden. Unter Gewährleistung der Trinkwasserbeschaffenheit nach TrinkwV und vorausgesetzt, dass keine besonderen Anforderungen für das Gebäude bestehen, kann jedoch die Frist der Nichtnutzung bis zu maximal 7 Tage betragen.

Eine längere Betriebsunterbrechung ist gemäß VDI 6023 ein nicht bestimmungsgemäßer Betrieb der Trinkwasser-Installation. Je nach Dauer der Betriebsunterbrechung sind verschiedene Maßnahmen bis hin zur mikrobiologischen Kontrolluntersuchung gemäß TrinkwV und eine Untersuchung auf Legionellen (sowohl in warmem als auch in kaltem Trinkwasser) vor einer Wiederinbetriebnahme durchzuführen. Ist eine mikrobiologische Belastung festgestellt, müssen beispielsweise die jeweiligen Maßnahmen nach DVGW W 557 oder DVGW W 551 durchgeführt werden.

Wir setzen diese Maßnahmen für Sie um! Das Ziel ist es, eine mögliche mikrobiologische oder chemische Kontamination zu entfernen und den hygienisch sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Weiterhin ist der verantwortliche Unternehmer und sonstige Inhaber verpflichtet, fachgerechte Instandhaltungsmaßnahmen an seiner Trinkwasser-Installation durchzuführen und somit seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Maßnahmen sind die regelmäßige Wartung und Inspektion sowie die Instandsetzung und Verbesserung der Anlagentechnik bei Mängeln entsprechend einer Gefährdungsbeurteilung.